BGV A3 Prüfung – so klappt’s

BGV A3 Prüfung

Lesen Sie hier, wie elektrische Betriebsmittel und Anlagen nach BGV A3 zu prüfen sind, welche Prüffristen gelten und was Sie unbedingt beachten sollten.

Eine Anmerkung: Durch den Zusammenschluss der Spitzenverbände der Berufsgenossenschaften und öffentlichen Unfallversicherungsträgern zur Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), sind die Bezeichnungen überarbeitet worden. Die BGV A3 heißt heute DGUV Vorschrift 3. Inhaltlich hat sich nichts geändert.

Welche elektrischen Betriebsmittel und Anlagen sind nach BGV A3 zu prüfen?

Nach BGV A3 sind alle elektrischen Betriebsmittel und Anlagen in Unternehmen regelmäßig zu überprüfen. Verantwortlich ist dafür nach Betriebssicherheitsverordnung der Unternehmer.

Beispiele für elektrische Betriebsmittel:

  • Büro-Geräte: Computer, Monitore, Drucker, Stehleuchten
  • Elektrische Werkzeuge & Maschinen: Bohrmaschinen, Stichsägen, Kabeltrommeln
  • Haushaltsgeräte: Staubsauger, Kaffeemaschinen, Wasserkocher

Maßgeblich für die BGV A3 Prüfung elektrischer Geräte ist die VDE 0701-0702.

Mehr zur Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel hier.

Elektrische Anlagen …

… sind ein Zusammenschluss elektrischer Betriebsmittel, wie Steckdosen, Leuchten, Leitungen und RCD-Schutzschaltern (FI-Schutzschaltern).

In elektrischen Anlagen muss jedes Betriebsmittel einzeln geprüft werden. Maßgeblich ist dafür die DIN VDE 0100-610 für Erstprüfungen und die DIN VDE 0105-100 für Wiederholungsprüfungen.

Mehr zur Prüfung elektrischer Anlagen hier.

BGV A3: Welche Prüffristen gelten?

In § 5 schreibt die BGV A3 vor, wie Prüfungen durchzuführen sind. „Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden

  • vor der ersten Inbetriebnahme und nach einer Änderung oder Instandsetzung vor der Wiederinbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft und
  • in bestimmten Zeitabständen.

Die Fristen sind so zu bemessen, dass entstehende Mängel, mit denen gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden.

Bei der Prüfung sind die sich hierauf beziehenden elektrotechnischen Regeln zu beachten.“

Zieht man die Technischen Regeln für Betriebssicherheit hinzu, dann findet man in der TRBS 1201 präzise Angaben für Prüffristen elektrischer Geräte und Anlagen.

  • Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel:
    Ortsveränderliche Geräte sind alle 6 Monate zu prüfen. Auf Baustellen sogar alle 3 Monate. Liegt die Fehlerquote unter 2 %, kann die Prüffrist auf maximal 2 Jahre für Betriebsmittel in Büros und maximal 1 Jahr für Betriebsmittel in allen anderen Betriebsstätten und Baustellen verlängert werden. Bei der Berechnung der Fehlerquote ist darauf zu achten, dass nur Arbeitsmittel aus gleichen bzw. vergleichbaren Bereichen herangezogen werden.
  • Elektrische Anlagen:
    Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel sind nach der TRBS 1201 alle 4 Jahre zu prüfen. In Betriebsstätten, Räumen und Anlagen der besonderen Art (z.B. DIN VDE 0100-700) sind die elektrischen Anlagen jährlich zu prüfen.

Weitere Infos zu Prüffristen für Betriebsmittel, Maschinen und Anlagen finden Sie hier.

Prüfung inhouse oder mit Dienstleister?

Für viele Unternehmer stellt sich die Frage, ob die Prüfung der elektrischen Geräte und Anlagen durch eigene Mitarbeiter – beispielsweise den Hauselektriker – oder einen spezialisierten Komplett-Dienstleister durchgeführt werden soll.

Die Praxis zeigt, dass ein Dienstleister fast immer besser abschneidet, was Termintreue, Qualität und Gesamtkosten angeht. Dies liegt unter anderem an dem benötigten technischen Wissen, den hohen gesetzlichen Anforderungen – insbesondere auch an die Dokumentation – sowie die oftmals gewünschte Integration in vorhandene Betriebsabläufe oder -systeme.

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